Essenheim

Teufelspfad

Salzig und vibrierend!!
Im Teufelspfad finden sich in den alten Lagen „Zu Morruff“ und „Am Klopp“ am Hangkopf die interessanten und seltenen Kalkstein Böden (Terra Fusca) wieder. Auf diesen besonderen Böden wachsen in einer Steigung von bis zu 30 %, an der Grenze der maschinellen Bearbeitung, unsere Riesling Reben für den „Kalkstein“. Ebenso interessant wird der Sylvaner vom Kalkstein werden. Wer einmal mit dem Schlepper die steilen Hänge hinab fährt, fühlt sich den Teufel auf seinem Höllenritt nahe. Im Teufelspfad.

Im weiteren Verlauf des Hanges finden wir die stark kalkhaltigen Böden des tertiären Mergel am „Am Stadeckerweg“, „Am Millesand“ oder „Am Teifelspfad“. Sie sind bestens geeigent für kräftige Burgunder, egal ob grau, weiß oder spät!

Zum Hangfuss in Richtung Selz finden wir „Im Brinkel“ oder „Am Holler“ tiefgründige Schwarzerden aus Löß. Sie gehören zu den besten Böden für kräftige Rotweine und extrem ausladende Burgunderweine.
Am „Reutenberg“ oder „Reitenberg“ findet sich angewehter Löß-Sand. Mit einer Steigung von teilweise über 30 % bietet sich auf dem süd-südost Hang ideale Bedingungen für den Riesling vom Gelben Sand.

Eine Lage • viele Böden • unendliche Geschichten.
Der Teufelspfad bietet alles, was ein Winzer braucht, deshalb haben wir ihn so gerne, den Teufel, Entschuldigung: Teufelspfad.

Lagenweine

TEUFELSPFAD Riesling
TEUFELSPFAD Grauer Burgunder
TEUFELSPFAD Spätburgunder
TEUFELSPFAD Portugieser

Elsheim

Blume

Eine der bekanntesten Lagen im nördlichen Selztal. Namensgeber der „Blume“ ist die kleine Lage „In der Blum“, in deren Herzstück unsere Reben wachsen.
Woher der Name genau stammt ist nicht überliefert, doch beim Verkosten der floralen Aromen, etwas süß, duftendes von Rosen, Veilchen, vegetativ und zurückhaltend, wie der Löwenzahn in unseren Weinbergen und duftend wie ein ganzer Strauß, so kommt die Blume daher!

Der Boden ist geprägt von kräftigem, tertiären Mergel. Der hohe Kalkanteil lässt sich schon an der Anzahl Schnecken im Frühjahr und der vielen Fossilien aus Meereszeiten erahnen. Dazu kommt kräftiger Ton. Ein Boden, der alles bietet was die Rebe braucht. Das ganze in einem Süd-West-Kessel, geschützt vor Wind und Wetter. Steil, früher zu steil für Traktoren, sodass Terrassen angelegt wurden.
Alles in allem: Ein Schmuckstück, die Blume!

Wo früher der Riesling richtig war, da ist er es auch 35 Jahre später noch. Die moderne Ergänzung für die heißeste all unserer Lagen kommt vom Süden und heißt Merlot.

Verkosten Sie diese Weine und sie werden verstehen, weshalb die Blume ihren Namen trägt.

Lagenweine

BLUME Riesling
BLUME Spätburgunder

Essenheim

Klopp

Kühle Eleganz, Kraft und Zug, langlebig!

Die alte Weinbergslage Am Klopp ist in den oberen Weinbergen am Hangkopf gelegen. Nur hier findet man die kargsten Kalkstein Böden (Terra Fusca). Auf diesen besonderen Böden wachsen in einer Steigung von bis zu 45 %, an der Grenze der maschinellen Bearbeitung, unsere Riesling und Grauburgunder Reben.

Der kühle Wind im Selztal pfeift durch die Reben, die Höhenlage fordert eine lange Reife am Rebstock. Das führt zu den kantigsten und herausforderndsten Weinen im Weingut.

Lagenweine

KLOPP Grauer Burgunder

Essenheim

Ortswein

Das Selztal bietet mit seiner Vielzahl an Böden unglaubliche Möglichkeiten mit den Rebsorten und Terroirs zu spielen.

Im Essenheimer Teufelspfad treten besonders viele Böden an die Oberfläche.
Jeder dieser Böden bietet ganz bestimmten Reben ideale Bedingungen Aroma, Körper und Tiefe zu entfalten.

Nur heimische Rebsorten auf individuellen Böden, dort wo Boden, Klima und Rebsorte perfekt harmonieren, werden Ortsweine • mit besonderem Terroir ausgebaut und abgefüllt.

Ortsweine

ESSENHEIM Riesling „Kalkstein“
ESSENHEIM Grauer Burgunder „Kalkmergel“
ESSENHEIM Spätburgunder „Kalkmergel“

Ortswein

Terroir

Kalkstein – Terra Fusca

Weine

ESSENHEIM Riesling „Kalkstein“

Entstehung: Dieser Boden entwickelte sich aus Kalkstein, der wiederum auf ein vor 23 Millionen Jahren entstandenes Kalkalgenriff zurückgeht. Am Ende des Tertiär setzte unter subtropischen, feuchtwarmen, festländischen Bedingungen Lösungsverwitterung ein. Die schlecht löslichen, nicht kalkigen Bestandteile, die im Kalk zuvor als »Verunreinigungen« eingelagert waren, blieben zurück und bildeten eine lehmige oder tonige Schicht, den so genannten Residualton.
Der so entstandene Boden verdankt seine kräftig-braune Farbe den Eisenanteilen, die zu bräunlichen Eisenoxiden (z.B. Goethit) umgewandelt wurden. Material wurde immer wieder abgetragen und Solifluktion vermischte die aufliegende Residualtonschicht mit dem darunter liegenden Kalkstein. Abschließend wurde noch ein dünner Lößschleier abgelagert. Aus diesem Löß stammen auch die heutigen Kalkgehalte.

Bodeneigenschaften: Die Charakteristik dieses Bodens gründet auf seinem hohen Anteil an Ton (80%). Er kann viel Wasser speichern, einen großen Teil bindet er allerdings so fest, dass die Reben ihn nicht nutzen können. Durch den hohen Wassergehalt im Frühjahr erfolgt die Erwärmung des Bodens verzögert. Der Lößanteil und die Bindungsfähigkeiten der Tonminerale gewährleisten eine gute Nährstoffversorgung bei hohem Kalkgehalt. Der sehr steinige Untergrund ist nur schwer durchwurzelbar, ältere Reben, die dieses beschwerliche Unterfangen vollbracht haben, können allerdings auch in Trockenphasen immer Wasser und Nährstoffe aus der Tiefe erreichen. Eine schonende Bodenpflege, die die Chlorose der Reben weitgehend verhindert und die Bodenstruktur stabilisiert, lässt auf diesem Standort besondere Rieslingweine entstehen.

Weincharakteristik: Rieslinge mit eleganter, kühler Mineralik – vor allem in der Länge des Weines. Feste, salzige Aromen sind kombiniert mit der frischen Frucht der Traube. In der Jugend sind die Weine verschlossen. Sie sind gehaltvoll und fruchtig. In guten Jahren haben sie sehr großes Entwicklungspotential.

Vorkommen: Der Boden prägt den Hangkopf, Übergang vom „Teufelspfad“ zum „Römerberg“ und einige Parzellen in der „Blume“.

Quelle: Böden.Steine.Terroir, Rheinhessenwein, 2003

Ortswein

Terroir

Mergel – Pararendzina

Weine

ESSENHEIM Grauer Burgunder „Kalkmergel“
ESSENHEIM Spätburgunder „Kalkmergel“

Entstehung: Ausgangsmaterial dieses Bodens sind 31 bis 24 Millionen Jahre alte Meeresablagerungen. Diese tertiären Mergel entstanden zu einer Zeit, als die Verbindung zu den Weltmeeren allmählich unterbrochen wurde. Es sind sehr kalkreiche Sedimente, hauptsächlich unverfestigte Tone mit sandigen Einschaltungen. Das Profil schließt auch eine der vereinzelt vorkommenden Kalksandsteinbänke auf.
Die eigentliche Bodenbildung setzte nachkaltzeitlich mit oberflächlichen Entkalkungs- und Verwitterungsvorgängen ein, immer begleitet von gleichzeitigen Abtragungsprozessen. Typisch in den stark geneigten Hangpositionen ist die fortwährende Erosion der Oberfläche, so dass verwitterter Mergel immer wieder abgetragen wurde. Wegen dieses durch die weinbauliche Nutzung verstärkten Prozesses tritt heute nahezu unverändertes Ausgangsmaterial zu Tage.

Bodeneigenschaften: Herausragende Eigenschaften dieses Bodens sind sein sehr hoher Kalkgehalt und sein großes Wasserspeichervermögen. Die Wasser- und Nährstoffversorgung im gesamten Boden ist gut. Der Gefahr der Staunässe in einem feuchten, kühlen Frühjahr kann durch geschickte Bodenbearbeitung gegengesteuert werden. Das günstige Bodengefüge stellt eine ausreichende Durchlüftung sicher.

Weincharakteristik: Die Weine zeigen eine sehr starke Mineralik, Dichte und Länge. Die Reifeentwicklung verläuft langsam, bedingt durch die Menge der eingelagerten Mineralstoffe sowie durch die Konzentration an Säure.

Vorkommen: Der Boden prägt den mittleren Hang des „Teufelspfad“.

Quelle: Böden.Steine.Terroir, Rheinhessenwein, 2003